Mein Aufenthalt als Assistant Teacher

Archiv für die ‘Ausflüge’ Kategorie


Lake District

9. Mai 2010 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Es war mal wieder Zeit für einen Ausflug, weil ich den Lake District unbedingt noch sehen wollte, bevor ich in knapp drei Wochen wieder nach Hause fahre. Eigentlich war gestern (08.Mai) für den ganzen Tag Regen angesagt. Komischerweise hatten wir aber wunderbares Wetter bei dem Ausflug der International Society nach Ambleside und an den Aera Force Wasserfall. Ceren, Verena und Kathrin waren auch mit dabei.
Um halb neun ging es los und gegen elf waren wir im Lake District am Parkplatz des Wasserfalls. Von hier aus haben wir den Fußweg (gibt auch keinen anderen) von etwa einer halben Meile zum Wasserfall genommen. Dieser führt durch wunderschöne bewaldete Landschaft bis hin zum Wasserfall. Leider führte der Fluss ein bisschen wenig Wasser, weshalb der Wasserfall nicht wirklich spektakulär war. Schade!

Wir hatten noch eineinhalb Stunden Zeit und haben deshalb beschlossen, die Umgebung noch ein bisschen zu erkunden.

Es gab eine Vielzahl von kleinen Wanderwegen und wir haben uns für einen Weg am Fluss entlang entscheiden. Da die Sonne so schön geschienen hat, haben wir uns noch eine Weile auf einen Stein gesetzt und uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.
Auf dem Rückweg ist mir ein sehr seltsam anmutender Baumstamm am Wegesrand aufgefallen und bei näherem Betrachten hab ich gesehen, dass er voll von alten und neuen Münzen war. Wir haben daraus geschlossen, dass es wohl Glück bringen muss, eine Münze in diesen Stamm zu klopfen (warum auch immer) und weil wir auch ein bisschen Glück wollten, haben wir auch jeder eine Münze mit einem Stein in den Stamm geschlagen. Hoffentlich haben wir damit kein komisches Versprechen gegeben, wie jemanden aus dem Lake District zu heiraten und für immer hier zu bleiben, oder so :-)

komischer Brauch

Anschließend ging es mit dem Bus weiter nach Ambleside. Das ist ein kleines beschauliches Städtchen am Windermere See. Leider etwas touristisch aber um diese Jahreszeit nicht allzu überlaufen.
Es gibt hier ein Römisches Fort zu besichtigen. Wir haben es auch gefunden, aber irgendwie war das nur eine Wiese mit Infotafeln, wo früher was war. Ebenfalls auf dieser Wiese befanden sich einige Kühe, um die wir aber lieber einen großen Bogen gemacht haben.
Im Städtchen angekommen, haben wir uns erstmal etwas zu Essen gesucht und auch einen kleinen Familienbetrieb gefunden, wo es richtig leckeres Essen gab. Ich hatte “All Day Breakfast” also Frühstück um drei Uhr nachmittags. Ich finde ja aber eh, dass Speck, Spiegelei, Rösti und gebratene Champigons besser ins Mittagessen passen als ins Frühstück :-)

Nach dem Essen haben wir uns dann noch ein bisschen in Ambleside umgeschaut und eine Kirche mit Friedhof gefunden. Englische Friedhöfe sind so unterschiedlich von deutschen…Es gibt nur Grabsteine und Gras aber keine Blumen oder Bepflanzungen.

ein Minigrabstein. Wer liegt hier wohl? Vielleicht die Katze?

Uns hat eine Chinesin in Ambleside begleitet. Irgendwann fragte sie uns, ob wir denn keine Angst vor Friedhöfen hätten. Anscheinend, haben Chinesen grundsätzlilch Angst davor. Komische Sache!

Neben der Kirche gab es ein Kino. Das war vielleicht putzig.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit, uns auf den Rückweg zum Bus zu machen. Aber wir haben noch einen kurzen Stop am See eingelegt und die herrliche Landschaft genossen. Wenigstens für fünf Minuten.

Der ganze Lake District ist im Moment voll von Schafen mit ihren ganz kleinen Lämmern. Die sind vielleicht süß! Leider kam man nicht nah genug ran um ein schönes Foto von ihnen zu machen.
Kathrin wurde hier dann bewusst, dass Lammfleisch ja von so kleinen süßen Babyschafen stammt und sie ist nun schwer am überlegen, ob sie das in Zukunft essen will :-)

Es war jedenfalls ein wunderschöner Tag in der Natur, auch wenn der Wind ein bisschen kalt war.

Castleton und die Höhlen

8. Mrz 2010 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Am Sonntag, 07. März, bin ich mit der International Society zu einem weiteren Ausflug gefahren. Diesmal ging es in das kleine Örtchen Castleton, das mitten im Peak District liegt. Der Peak District war der erste Nationalpark in England und hat wirklich wunderschöne Landschaft zu bieten. Grüne Hügel und viele viele Schafe.

Castleton ist mit dem Auto etwa eine Stunde von Manchester entfernt, unterscheidet sich aber grundlegend. Also jetzt nicht nur, weil es ein kleine Ortschaft ist…Keine Spur von roten Ziegelhäusern. Nein, hier sind alle Häuser aus einem grauen Naturstein.

putzig jedenfalls.

Außerdem gab es noch Führungen durch zwei Höhlen. Die erste ist die “Blue John Mine”, etwa eine viertel Stunde von Castleton entfernt. Hier werden seit 2000 Jahren Mineralien abgebaut. Der Blue John, allerdings erst seit etwa dem 15 Jahrhundert (glaub ich). Blue John zählt zu den Fluoriden. Diese kommen an vielen Orten vor, mit dieser blauen Färbung aber nur hier in England in dieser Mine. Ursprünglich hieß der Stein “blue Derbishire stone”, die Franzosen nannten ihn aber “bleu et jaune”. Das bedeutet blau und gelb, weil sich die weiße Schicht, bei der Bearbeitung gelblich verfärbt. Naja, und die Engländer können das halt leider nicht so gut aussprechen. Wie immer benutzen sie dann einfach englische Wörter, die so ähnlich klingen. Deshalb heißt der Stein nun “Blue John”.

so wächst der Blue John


Jährlich werden nur einige hundert Kilogramm abgebaut.
Es gab auch ein paar Tropfsteine, aber um ehrlich zu sein hab ich da shcon interessantere gesehen.

Die zweite Höhle heißt “Peak Cavern”, sie wird allerdings auch “Devil’s Arse” genannt. Das lässt sich vielleicht am schönsten mit Teufelspopo übersetzen. Der Name kommt daher, dass wenn Höhle durch viel Regen geflutet ist und das Wasser wieder abläuft, Luft mit abgesaugt wird und das dann ziemlich unsittliche Geräusche macht :-)
Die Peak Cavern hat den größten natürlichen Höhleneingang in ganz England.

Bevor der niedrige Durchgang in die große Haupthöhle für Königin Viktoria, die wohl wirklich klein gewesen sein muss, sogar ich musste mich bücken, geschlagen wurde, kam man nur durch eine Bootspassage in die Höhle. Dabei musste man in einem flachen Boot auf dem Rücken liegend durch den Durchgang geschoben werden. Dabei war die Nasenspitze nur wenige Zentimeter von der Decke entfernt.

Da ging es mit dem Boot durch


Nach der Haupthöhle ging es weiter zu Plutos Diningroom. Ziemlich unspektakulär. In den frühen Jahren des Tourismous wurden Kinder in die Höhle geschickt um auf einer Galerie, auf die sie über einen schmalen Trampelpfad gelangten, Lieder für die reichen Touristen zu singen. Plutos Diningroom heißt so, weil da früher die “Nicht in der Stadt erwünschten” einmal im Jahr, wenn Castleton voller reicher Besucher war, hingeschickt wurden. Das endete jedes Mal mit mit einem Fress- und Saufgelage.
Anschließend gab es noch die Teufelstreppe in einem weiteren Raum. Ich konnte in dem Raum allerdings nicht herausfinden, was davon die Devil’s Staircase sein sollte…

Den Nachmittag konnten wir dann noch in Castleton verbringen. Ich hab’ leider nicht sehr viel von dem Ort gesehen, weil ich in der Höhle einen Heidelberger, bzw. Mannheimer, der jetzt in Heidelberg wohnt, getroffen habe und wir waren beide so froh, mal wieder mit jemandem aus der Heimat zu sprechen, dass wir den ganzen Mittag im Pub verbracht und getrascht haben. ;-)

Edinburgh

1. Mrz 2010 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Am Wochenende (27. und 28.02.) war ich mit der International Society in Edinburgh. Am Samstag morgen ging es um acht mit dem Bus los Richtung Schottland. Auch bei den englischen Reisebussen gibt es anscheinend nur kochend heiß oder eiskalt. Nach sechs Stunden Fahrt und mit kochenden Füßen kamen wir an der Jugendherberge in Edinburgh an. Wir konnten leider unsere Zimmer nicht gleich beziehen. Also haben wir unser Gepäck im Gepäckraum abgestellt und die drei Mädels, die ich im Bus kennengelernt habe, und ich haben uns dazu entschlossen zuerst die Stadt zu erkunden und erst vor dem Abendessen die Zimmer zu beziehen. Wir haben uns also aufgemacht in die Stadt und Kaffee getrunken. Edinburgh ist wirklich eine tolle Stadt mit tollen Häusern und süßen kleinen Sträßchen (Close) genannt, die nachts zugeschlossen sind. Es ist superspannend, rauszufinden, was am Ende dieser Sträßchen ist, denn man weiß nie, was einen erwartet. Es könnte ein niedlicher kleiner Pub sein, ein Schriftstellermuseum oder einfach ein Hinterhof.

Dominierend im Stadtbild von Edinburgh ist das Schloss, das auf dem Castle Rock steht. Dieser Berg besteht aus der erkalteten Lava des erloschenen Vulkanes Arthur’s Seat. Diese Lava ist auch dafür verantwortlich, dass die Altstadt von Edinburgh sehr hügelig ist, wohingegen der neuere Teil, auf der anderen Seite der Princes Street total flach ist. Das Schloss steht also auf dem Gipfel dieses Berges, der zu drei Seiten fast senkrecht abfällt. An der Seite zur Altstadt kann man aber ziemlich bequem hochlaufen. Die erste Erwähnung des Schlosses war im 14. Jahrhundert. Das älteste Gebäude, die St. Margaret’s Kapelle, ist allerdings aus dem frühen 12. Jahrhundert. Heute kümmert sich eine Gruppe von Frauen, die alle Margaret heißen und in Edinburgh geboren sind, um die Kapelle.

Edinburgh Castle auf dem Castle Rock


Vom Schloss aus (das wir leider nicht besichtigen konnten, weil es gerade zu machte) hat man einen tollen Ausblick. Auf der Royal Mile findet man viele schottische Souvenirgeschäfte und auch das Scottish Whisky Heritage Centre. Wer sich für Whisky interessiert, kann hier erfahren, wie er hergestellt wird, man kann probieren und die weltgrößte Whiskysammlung begutachten.
Am anderen Ende der Royal Mile befindet sich Holyrood Palace. Das ist der Palast in dem die Queen wohnt wenn sie (fünf Tage im Jahr) in Edinburgh ist. Aber auch Mary Queen of Scots, uns besser bekannt als Maria Stuart, sowie ihr Sohn James VI (von Schottland und I von England) haben hier gewohnt.

Auf dem Weg zurück zur Jugendherberge haben wir auch noch den Greyfriars Bobby “gefunden”. Laut der Geschichte hat dieser kleine Skye Terrier nach dem Tod seines Herrchens 16 Jahre an dessen Grab gewacht. Wie uns unsere Tourführerin gesagt hat, gedenken die Schotten ihrer Geschichte, in dem sie einen Pub danach benennen. Und so gibt es hier dann auch einen Pub mit dem Namen Greyfriars Bobby’s Bar.

Zu Abend gegessen haben wir in einem wirklich gemütlichen Pub (Whiski). Ich hab mich an Haggis gewagt. Das ist, mit Leber, Lunge, Herz, Nierenfett und Hafermehl gefüllter Schafsmagen. http://de.wikipedia.org/wiki/Haggis Es war wirklich gut und hat, wie wir alle feststellten, überhaupt nicht nach Schaf geschmeckt. Dazu gibt es Kartoffelbrei und pürierte Rüben. Die Rüben hätte man für mich weglassen können, aber dafür kann das Haggis ja nichts.

Der Haggis-Turm

Hier haben wir dann den Rest des Abends bei Livemusik (und später noch Dessert) verbracht.

Am Sonntag morgen haben wir uns um halb neun zum Frühstück getroffen. War zwar “nur” continental mit Brötchen, Toast, Joghurt, Obst, Müsli, Butter, Marmelade und Käse, aber das ist ja für mich eh genau das Richtige :-)

Danach (um halb zehn) war Bustour durch die Stadt angesagt. Die Führerin war echt lieb und hat tolle Geschichten, nicht nur von Edinburgh sondern auch von den Schotten im Allgemeinen erzählt.
Leider war das Wetter am Sonntag ziemlich unbeständig und so sind wir nicht im Park spazieren gegangen und haben nicht versucht, den Vulkan zu besteigen sondern sind zum Lunch gegangen und haben danach in der “Neustadt” gebummelt.

Wir haben es dann auch noch geschafft, eine weitere schottische Spezialität zu probieren. Frittiertes Mars! Ja, das ist jetzt kein Witz. Die Schotten frittieren wirklich alles. Sogar Pizza und Blutwurst. Für das frittierte Mars wird der Schokoriegel in einen Teig getaucht und dann ab damit in die Frittöse (es hat eine eigene Frittöse und kommt nicht in die selbe wie die Pommes oder die Blutwurst). Schmecken tut das aber ganz gut. Der Teigmantel ist knusprig, die Schokolade und das Karamell schmelzen, der Schaumkern bleibt relativ fest.

Durch Zufall haben wir unser Mars genau in dem Laden gegessen, wo Galileo vor ein paar Jahren die Reportage “Frittiertes Schottland” gedreht hat. Das hat uns der Verkäufer gesagt, weil er vermutet hatte, dass wir Deutsche sind (war ja aber nur ich Deutsche).
Download des Galileo Videos

Auf den Spuren von J.K. Rowling:
Die Autorin der Harry Potter Romane fand viele Inspirationen für ihre Bücher in Edinburgh und schreibt nach eigenen Aussagen am Liebsten in Cafés. Die ersten beiden Bände schrieb sie im Elephant House und auch wir haben hier einen Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen.

Aus dem hinteren Fenster blickt man auf einen alten Friedhof. Angeblich stammen einige Namen in ihren Büchern von diesen Grabsteinen. Den Friedhof konnte ich nicht fotografieren, wir haben keinen Weg gefunden, auf dem man da hin kommt.

Diese alte Schule ist möglicherweise die Inspiration für Hogwarts gewesen. Allgemein kann man sich, wenn man durch Edinburgh läuft, auch gut vorstellen, wie Hogsmeade (die Ortschaft, in der Harry und die anderen ihre Schulsachen kaufen) entstanden ist.
Nachdem bekannt wurde, wo J.K. Rowling ihre Bücher schreibt, war es mit der Ruhe im Elephant House vorbei. So hat sie den letzten Teil im Balmoral Hotel geschrieben.

Um fünf Uhr war dann wieder Busabfahrt Richtung Manchester, wo wir um kurz nach zehn ankamen.

Es war ein super Wochenende und Edinburgh wird mich auf jeden Fall wieder sehen. Ich will nämlich noch das Schloss von innen sehen, eine Ghost-Tour (eine Stadtführung bei Nacht) machen und den Vulkan besteigen.

Helena (aus Schweden), Ceren (aus der Türkei), Anna (aus Schweden) und ich (und unser Mars)

Somerset, Dorset und Bath

14. Dez 2009 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Am Wochenende (11. – 13.12.) waren Gill, Jo und ich bei deren Freundin Frances eingeladen. Wir haben uns also am Freitag nach der Schule auf den Weg nach Somerset gemacht. Das sind ungefähr vier Stunden mit dem Auto von hier. Übernachten durften wir bei Frances in Wincanton (hier wohnt auch der berühmte Autor Terry Pratchet). Am Freitag haben wir dann aber weil schon so spät war nicht mehr gemacht als Pizza zu essen :-)
Am Samstag sind wir nach dem Frühstück nach Dorset an die Küste gefahren und sind dort auf den Klippen und am Strand spazieren gegangen. Es war wunderschönes Wetter und die Sonne hat den ganzen Tag geschienen. Die Klippen von Dorset werden auch Jurassic Coast genannt, hier gibt es wohl viele Fossilien zu finden…ich hab leider nix entdeckt.
Küste 1
Küste 2
Hier gibt es auch das angeblich beste Seaside-Café Englands…wir haben dann hier mal nen Kaffee getrunken, für’s Essen waren wir ein paar Minuten zu spät dran.
Anschließend sind wir durch die schöne Landschaft wieder zurück gefahren und haben dann in einem tollen ländlichen Pub zu Abend gegessen. Nach dem Essen sind wir noch in ein-zwei Pubs um den Abend ausklingen zu lassen.
Am Sonntag wollten wir eigentlich früh aufstehen, aber daraus wurde nix. Wir sind deshalb nicht ins Spa von Bath sondern haben uns nur die Stadt angesehen, es wäre sonst nach dem Spa zu spät und dunkel geworden.
Bath ist eine schöne alte Stadt in deren Therme schon die alten Römer gebadet haben. Es gibt hier immernoch ein altes Badehaus und das Spa. Man kann das Wasser auch trinken, aber Gill meint es schmeckt total ekelig.
Besonders ist in Bath der Circus, wo die alten Häuser wie im Kreis gebaut sind. Sieht toll aus!

irgendwo hier wohnt Nicolas Cage

irgendwo hier wohnt Nicolas Cage


Wir haben versucht in die Wohnungen zu schauen, aber ihn nicht entdeckt :-(
In Bath gibt es eine Brücke auf der man einkaufen kann! Ich hab noch nie gesehen, dass es auf einer Brücke richtige Häuser mit Geschäften drin gibt.
Bath Brücke
Der Rugbyclub von Bath hat sein Feld mitten in der Stadt und da konnten wir (weil grade ein Spiel stattfand) auch noch ein bisschen Rugby zuschauen…ich kapier dieses Spiel nicht!
Ebenfalls in Bath angesiedelt ist Jamie Olivers Restaurant Jamie’s Italian. Da haben wir dann zu Abend gegessen. War echt lecker und erstaunlicherweise sind die Preise ziemlich normal.
Der Beweis - Ich war da!

Der Beweis - Ich war da!


Nach dem Essen war dann schon wieder Zeit zurück nach Manchester zu fahren, wir hatten ja von Bath aus noch über drei Stunden Fahrt vor uns.
Es war jedenfalls ein tolles Wochenende und Somerset und Dorset sind wirklich sehenswert!

Chester

2. Dez 2009 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Am Sonntag (29.11.) sind wir dann mit dem Mietauto nach Chester gefahren. Eine (ich glaube) mittelgroße Stadt etwa 40 Minuten von hier. Chester ist eine der ältesten Städte Englands und wurde von den Römern gegründet. Vom Amphitheater sind noch Reste erhalten. Bekannt ist Chester aber weniger wegen seiner römischen Vergangenheit sondern wegen seiner mittelalterlichen Häusschen, die im Stadtkern noch sehr gut erhalten sind. Ich persönlich finde das schwarz-weiße Tudor-Fachwerk echt schön. Einzigartig für Chester sind die sogenannten Rows. Man kann hier auf Höhe des zweiten Stockwerkes draußen (aber überdacht) entlang der Häuser spazieren. Es ist also eine Einkaufsstraße auf zwei Ebenen. Ebenfalls ist Chester die einzige englische Stadt, in der ein kompletter Rundgang auf der mittelalterlichen Stadtmauer möglich ist. Da es aber geregnet hat, sind wir nur einmal kurz hochgeklettert und dann gleich wieder runter.
Das Museum von Chester (zu seiner Geschichte ab der Römerzeit) ist kostenlos und echt nett gemacht, auch wenn römische Steine und Tonscherben nicht ganz so interessant sind. Es ist aber auch ein Haus nachgestellt und wie es sich über die Jahre verändert hat. Man kann in Holzkästchen einige alte Gerüche riechen (z.B. Waschtag und warmer Apfelkuchen in der Küche, Holzfeuer und irgendwelches Öl im Bad). Ich will ja irgendwie nicht wissen, was die da reintun, damit das so riecht.
Chester hat auch eine Kathedrale. Die ist natürlich anglikanisch und kostet deshalb Eintritt. Wir hatten aber irgendwie das Glück genau zwischen Gottesdienst und “Anschauzeit” hinzukommen und konnten uns so unbemerkt und ohne Eintritt zu zahlen einschleichen. Die Kathedrale war früher auch ein Kloster und ist echt riesig. Eintritt kostet übrigens nur der Kirchenraum. Die Gänge und manche Zimmer kann man so angucken. Draußen lädt ein Schild dazu ein, sich Zeit zu nehmen und hier zu beten. “Aber erstmal zahlst du deinen Eintritt, dann kannst du gerne beten”. Es gibt auch einen Shop indem man alles von Krippenfiguren über Marmelade und Bücher bis hin zu Schmuck mit keltischen Kreuzen und Symbolen kaufen kann…

Wieder zu Hause waren wir in Denton in der neuen Tappas-Bar essen und danach noch im Pub. Anscheinend ist hier sonntags in allen Pubs Karaoke angesagt.

Die weihnachtlich geschmückten Straßen mit Blick auf ein Tor der Stadtmauer

Die weihnachtlich geschmückten Straßen mit Blick auf ein Tor der Stadtmauer


die sogenannten Rows

die sogenannten Rows


Tudor House - früher dachte man, das sei das älteste Haus in Chester, aber es gibt wohl noch ältere

Tudor House - früher dachte man, das sei das älteste Haus in Chester, aber es gibt wohl noch ältere


Und die Kathedrale

Und die Kathedrale

York

10. Okt 2009 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

Ausflug am 29. September nach York:
York ist zwar ca. eine Autostunde von Manchester entfernt, aber da uns einige gerate haben, das zu besuchen sind wir hingefahren. Parkplatz finden war mal wieder dank Navi kein Problem.
Da York auch garnicht so groß ist bzw. die Sehenswürdigkeiten alle nahe beieinander liegen, tun die Füße abends nicht so weh. :-)
Man betritt die Innenstadt (jedenfalls von der Seite wo wir gekommen sind) durch ein schönes altes Stadttor. Man kann auch auf der Stadtmauer um York herum laufen, aber das war uns dann doch zu weit. Auf der Suche nach günstigem Frühstück sind wir allerdings fast verzweifelt, da York ein ziemlich teures Pflaster ist. Gelandet sind wir beim guten alten Mc Donalds, da findet man immer was essbares. :-)
Es gibt auch einen schönen Park mit Museum und gaaaanz vielen grauen Eichhörnchen. Diesen darf man aber laut einem Schild nicht in die frisch angelegten Beete folgen.
Die Kathedrale in York ist wirklich riesig und es gibt einen “Queenswalk” auf dem die gute alte Elisabeth mal entlang gegangen ist. Innen muss die anglikanische Kirche auch schön sein, aber wir haben sie uns nicht angesehen, denn bei den Anglikanen muss man, wenn man beten will oder die Kirche besichtigen 5 Pfund Eintritt bezahlen!!!! Ich weiß nicht, was schlimmer ist, das Café in der Kirche in Liverpool oder der Eintritt in York?!
Allerdings besitzt York auch noch ganz viele alte (und ich meine wirklich alte) katholische Kirchen, die keinen Eintritt kosten. Eine davon war allerdings mit einem komischen Baby ausgestattet, das ein bisschen an einen Alien erinnert.
Neben den vielen Kirchen gibt es noch andere tolle alte Gebäude. Teilweise nur noch halb erhalten und was neues angebaut, aber gut.
Nen Lush haben die auch und da hab ich gleich mal neue American Cream gekauft. Memo an alle Lush-Fans: in England gibt es im Lush keine Pröbchen wenn man was kauft.
York hat auch ein Schloss, davon ist allerdings nur noch ein großes Rund auf einem grünen Hügel übrig. Von dem aus hat man allerdings einen ganz schönen Blick. Leider kostet es auch Eintritt, wenn man dieses Rund von Innen sehen möchte?!
Eine Wikingerausstellung ist auch da, aber da sich meine Mittelaltergedanken weniger auf Wikinger konzentrieren haben wir das sein lassen. Ich hatte sowieso das Gefühl, dass das alles ziemlich kitschig werden könnte.
Überall auf Bussen und so gab es Werbung für das “York Dungeon”. Ein Verließ…das könnte interessant sein. Und dann haben wir es gefunden und festgestellt, dass es wohl eine Art Fahrattraktion ist, in der man sich gruseln soll. Aus der Tür kam stinkender Nebel. Also haben wir auch das bleiben lassen. Ein echtes Verließ in alten Mauern, ok. Aber eine Geisterbahn???
Auf dem Weg nach York hinein haben wir ein Yates gefunden und da haben wir dann auch zu Abend gegessen. Da ist es ganz gut und auch echt günstig. Abends sollte man da aber laut Gill nicht hingehen, weil da die ganzen komischen Leute verkehren…

Das Stadttor

Das Stadttor


putziges altes Haus

putziges altes Haus


gruselig

gruselig


Das "Schloss"

Blackpool

5. Okt 2009 Autor: nette | Abgelegt in: Ausflüge

27. September: Blackpool entstand als Antwort auf die Seebäder im Osten und Süden Englands, wo die High Society ihren Urlaub verbrachte. In Blackpool konnte alle die Urlaub machen, die in den Fabriken von Liverpool und Manchester arbeiteten. Im Sommer schlossen die Fabriken für eine Woche, jede Woch woanders. Wer ein Bisschen Geld hatte, ging dann nach Blackpool um sich dort zu vergnügen. Und das ist es auch heute noch. Ein Vergnügungspark. Es gibt tausende von Spielhöllen entlang der Promenade, Karussels auf dem Pier und eine Vergnügungspark mit Achterbahnen auf einem anderen. Alles ist ziemlich bunt und rein auf Tourismus ausgelegt. Es gibt auch ein Theater und den Blackpool Tower. Der erinnert ein ganz klein Bisschen an den Eiffelturm und beherbergt unter anderem einen Zirkus und eine Ballroom. Eintritt ist ziemlich teuer.
Vom Pier aus hat man aber einen tollen Blick auf die Irische See und den Strand.
Auch hier gibt es einen Mc Donalds mit Free Internet :-)
Von September bis Oktober finden die Blackpool Illuminations statt. Dafür werden tausende von Lichtern entlang der Promenade aufgehängt, die dann, wenn es dunkel ist, leuchten. Wir sind leider nicht so lange geblieben, da es dann doch garnicht so viel zum anschauen gibt, wenn man nicht überall Eintritt zahlen will.
Aber: Wir haben hier Fish and Chips gegessen in einem Pub. Die waren echt lecker, nur der Fisch hätte etwas mehr Gewürz vertragen können. Auch das Grücht, das Pommes hier ekelig sind, weil die mit Essig “verfeinert” werden stimmt nicht. Man kann sich den Essig nämlich selber drüber machen oder ihn, wie das für Deutsche wohl angenehmer ist, einfach weg lassen.
Es war aber trotz dem ganzen Tourismusrummel ein schöner Tag.

Coral Island - eine der Spielhöllen

Coral Island - eine der Spielhöllen


Blackpool Tower

Blackpool Tower


Fish and Chips

Fish and Chips

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